Jungen Menschen Chancen geben

Vortrag: OBJEKTIVER JOURNULISMUS

und warum es diesen nicht geben kann

Das Dilemma als schönstes Ziel anspruchsvoller journalistischer Arbeit

Medien beeinflussen wesentlich unsere Sicht auf die Welt. Sie bestimmen mit, welche Erfahrungen unser Weltwissen prägen. Ihre Rolle hat durch die Globalisierung und gestiegene Mediennutzung wesentlich zugenommen. Durch den Wandel unserer Gesellschaft in eine Medien- und Informationsgesellschaft kommt es zu einer deutlichen Verschiebung von selbst erlebten Erfahrungen hin zu durch Medien vermittelten Erfahrungen.

Unser Wissen über die Welt leiten wir also immer seltener von tatsächlich Erlebtem ab. Stattdessen sammeln wir unser Wissen vermehrt in den Medien. Deshalb stellen sich heute umso dringender einige Fragen, die im Vortrag aufgegriffen werden: Wie objektiv können Medien sein? Wer garantiert die Objektivität medialer Informationen? Agieren Medien objektiv oder unterliegen sie ökonomischen und politischen Zwängen? Wirken Eigentumsverhältnisse auf die Inhalte eines Mediums? Welche Akteure treten häufiger, welche seltener auf? Agieren Boulevardmedien anders als Qualitätsmedien? Wie bestimmend für das Publizieren ist die inhaltliche Sensation und der gewinnbringende Massenverkauf? Was ist „Objektivität“ und gibt es sie überhaupt, die mediale Objektivität?

Neben social Skills werden vermehrt auch Schlüsselkompetenzen der 4. Kulturtechnik für Menschen wichtiger denn je sein. Ein kritischer, reflektierter und geschulter Umgang mit medialen Inhalten wird künftig unabdingbar. Golli Marboe beleuchtet dieses spannende Thema, gibt Antworten und essentielle Hinweise.