Jungen Menschen Chancen geben

Challenge History

Übersicht vergangener Challenges

BUSSTOP
GEFÜHLSGULASCH
´S NULLERL
DIE MEGA MUSICALNIGHT
EGO
MAGIC AFTERNOON
EHRENSACHE
DIE HÄSSLICHE ENTE
SHAKESPEARE LEBT?! EIN WELTREKORDVERSUCH!

„BUSSTOP“

Musical-Challenge 2012/13

Cast:

Paula Kindler                    Mascha
Elisabeth Sandler           Franzi
Manuela Konrader         Freddy
Teresa Pleger                      Kim
Laura Gander                      Hanna
Patrick Konrader              Samuel
Der Tiroler Schauspieler Martin Strele als Therapeut

Produktionsteam:

Produktion: Florian Schieferer
Buch und Regie: James Lang
Komposition und musikalische Leitung: Simon Kräutler
Tanz und Choreografie: Kathrin Eder
Regieassistenz: Manuela Konrader
Kostüme: Esther Frommann
Lichtdesign: Beto de Christo
Bühnenbild: Beto de Christo, Siggi Prilusic
Tontechnik: Andreas Leitner und Stefan Rossi
Grafik: Emanuel Thaler
Organisation: Claudia Gruber, Sandra Stern

Mascha hat ein Problem: sobald sie ihre Augen schließt, träumt sie mit unglaublicher Intensität. Sie ist sich gewiss: alles, was sie träumt, ist für ihr Leben unwiederbringlich verloren. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn sich das Tempo der Träume nicht so erschreckend entwickelte und sie dadurch den Eindruck hätte, unendlich viele Möglichkeiten für ihr Leben zu verspielen. Sie schläft kaum noch und rafft gierig Events und Erlebnisse, um nichts zu v…ersäumen und alles, was ihr nur irgend möglich erscheint, festzuhalten. Das geht erwartungsgemäß nicht lange gut. Als sie eines Nachts an einer Bushaltestelle zusammenbricht und ihr ein Burn-out diagnostiziert wird, ist sie vorerst verzweifelt. Ein Psychologe verspricht ihr mit Hilfe eines Psychodramas diese Hölle in ihr zu beseitigen, wenn sie sich zusammen mit einer Gruppe Gleichgesinnter auf ein gewagtes Experiment einlässt. Doch Belzebuul läßt sich nicht mit Belzebuul austreiben…

Sechs junge Schauspieltalente im Alter von 15 bis 20 Jahren stehen bei der neuesten Musical-Produktion der Jugendland-KünstlerJugend auf der Bühne des Jugendland-Funtasy in Innsbruck. Das Musical „Busstop“ feiert am 13. April 2013 Premiere.

Bis zur Bühnenreife des Stücks mussten die Schauspieler einige Castingrunden gegen starke Konkurrenz bestehen und mehrmonatige Probearbeit auf sich nehmen.

Doch nicht nur das: Das Stück selbst erfordert Mut, führt die Jugendlichen teils hart an ihre Grenzen, fordert alles von ihnen und versetzt sie in eine Welt des Irrealen und traumatischer Erlebnisse.

 Autor und Regisseur James Lang serviert mit diesem Stück bewusst schwere Kost für Darsteller und Publikum gleichermaßen. Tiefgründig und plakativ rücken außergewöhnliche und  schwierige Lebenssituationen junger Menschen in den Mittelpunkt der Dramaturgie und finden in der Aufarbeitung komplexer und komplizierter Beziehungsmuster ihren Höhepunkt.

Busstop – reales Psychodrama oder absurde Traumwelt?

Ausgangspunkt der Story ist der Traum eines jungen Mädchens. Geplagt von Ängsten, alles was sie träumt sei für ihr Leben unwiederbringlich verloren, wird sie zur Gehetzten. Nichts im Leben versäumen. Vollgas – bis zum Umfallen!

Physisch und psychisch am Ende bricht Mascha an einer Bushaltestelle zusammen.

An dieser Stelle verabschiedet sich „Busstop“ von allen Konventionen,  zeigt unverhohlen die Auswirkungen von seelischer Gewalt und fragwürdigen Therapieversuchen. Gemeinsam mit fünf anderen „fremden“ Jugendlichen eingesperrt in einem Kellerverlies nimmt das Psychodrama seinen Lauf. Traum oder Wirklichkeit?

Von 25 nominierten Produktionen und 90 nominierten DarstellerInnen aus Österreich, Deutschland und Schweiz wird „Busstop“ beim Int. Papageno Award der Reimanakademie mit drei „Goldene Vögeln“ ausgezeichnet in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin (Elisabeth Sandler), Beste Hauptdarstellerin (Paula Kindler) und in der Kategorie Beste Produktion!

BUSSTOP wurde als eine von 7 österreichischen Produktionen 2013 für den TheaterOskar am Wiener Burgtheater nominiert

Trailer:

Weitere Infos:

https://www.jugendland.at/events/busstop-2/

Fotos zur Produktion:

https://www.facebook.com/JugendlandFuntasy

„GEFÜHLSGULASCH“

Theater-Challenge 2012/13

Cast:

Johanna Daxl
Lena Steixner
Sinem Mair
Lena Mader
Clara Köhler

Produktions-Team:

Produktion: Mag. Florian Schieferer
Regie: Markus Plattner
Regieassistenz: Madeleine Weiler
Kostüme: Esther Frommann
Lichtdesign: Beto de Christo
Bühne: Siggi Prilusic
Sounds: Mike Moll

Eine ungewöhnliche Rezeptur der Jugendland-Theaterchallenge

Man nehme:

6 junge Menschen – theateraffin, aber formbar
1 unkonventionellen Regisseur – begeisterungsfähig, aber fordernd
1 Bühne – klein, aber publikumsnah
All diese Zutaten bilden das Grundrezept für ein neuartiges Bühnenstück.
Reifezeit: 4 Monate

Zutaten zum Verfeinern:

Gedanke
Wünsche
Ängst
Hoffnungen
Träum
Emotionen
gesammelt und aufbereitet von jungen Schauspieltalenten

Zubereitung:

Das Grundrezept und die Themen der jungen Protagonisten  werden in wochenlanger Arbeit unkonventionell zu einem Theaterkunstwerk verarbeitet.
Improvisation ist dabei ebenso gefragt wie das Verfassen eigener Texte, das Gestalten individueller Szenenbilder und unbändiger Wille sich selbst voll und ganz mit einzubringen und auf andere einzulassen.
Umsichtig rührt der Regisseur in der Gefühlswelt der jungen Seelen und entlockt ihnen dabei die volle Entfaltung ihrer Empathien.

 Anrichten:

Vor dem Servieren wird der freie Raum mit Zuschauern gefüllt. Garniert wird mit erwartungsvoller Neugierde und einer ordentlichen Prise Hoffnung für Neues.
Das fertige Gefühlsgulasch wird in kleinen, performanceartigen Portionen ausgegeben. Enthalten Ecken und Kanten werden nicht entfernt. Sie bilden das gewisse Etwas und sind für den vollendeten Geschmack unerlässlich.
Eine allfällige Interaktion mit dem Publikum ist gewünscht und trägt zur Perfektionierung des servierten Gerichts bei.

„´S NULLERL“

TheaterChallenge 2011/12

Cast:

Coline Atterbury
Felix Briegel
Philipp Horvath
Mathias Wurm
Lukas Gander
Julia Sigl
Lena Steixner
Lukas Schumacher

Produktions-Team:

Produktion: Mag. Florian Schieferer
Regie: Markus Plattner
Technik: Christian A. Narr
Kostüme: Claudia Lang, Michaela Kammeringer
Organisation: Sandra Stern
Sounds: Mike Moll

Der Bauerntheater–Klassiker in einer aufwühlenden, zeitgenössischen PerformanceVersion – neuartig, schnörkellos unverfroren, farbenprächtig und überraschend aktuell.

Regisseur Markus Plattner hat diese außergewöhnliche Performance gemeinsam mit acht theaterbegeisterten Jugendlichen erarbeitet und mit viel Humor, aber auch mit einer kräftigen Portion Sozialkritik, auf die Bühne gebracht.

Im November wurde mit den Arbeiten am Stück begonnen. Bei der Premiere ließ sich die Originalvorlage des Stücks nur noch als Rahmenhandlung erkennen. „Gewollt“, wie Markus Plattner erklärt. Und vielleicht genau deshalb so faszinierend für das Publikum. Und typisch für die Produktionen der Jugendland-Theaterchallenge.

 Die Jugendlichen sind aktiv am Entstehen der Produktion beteiligt, bringen ihre Ideen, ihre Gefühle und all ihre Talente in die Entwicklung des Stücks mit ein. Plattner: „Wir wollen den Jugendlichen einen Weg bieten etwas ausprobieren zu können und ihnen Mut machen, für neue Erfahrungen und Betrachtungsweisen.“

Karl Morrés „s´Nullerl“ wird in der Jugendland-Produktion in einer schwungvollen, abwechslungsreichen Handlung präsentiert. „Die Jugendlichen sollen auch möglichst viel herzeigen können“ und so finden sich an die zehn verschiedene Darstellungsstile in diesem Stück. „s´Nullerl“ wurde in der neuzeitlichen Fassung sozusagen entmoralisiert, sehr zu Freude und Unterhaltung der Zuschauer. „Es ist gerade in unserer Leistungsgesellschaft wichtig aufzuzeigen, dass man auch einmal s´Nullerl sein darf“, verrät Plattner, dass die sozialkritischen Elemente des Stücks besonders auch den Jugendlichen ein großes Anliegen waren.

Nach mehr als einer Stunde verharrt das Publikum noch eine Weile, ganz im Banne des Dargebotenen, ehe frenetischer Applaus die jungen Darsteller wieder auf die Bühne holt. Auch das für einige der Darstellerinnen und Darsteller eine neue Erfahrung. Nicht alle hatten bereits Bühnenerfahrung. Nach mehr als 40 Proben hat sich aus einer bunten Gruppe theaterbegeisterter Jugendlicher ein homogenes Gesamtwerk entwickelt. Sehenswert allemal!

Fotos und weitere Infos zum Cast und der Produktion:

https://www.facebook.com/magicafternoon

„DIE MEGA MUSICALNIGHT“

Musical-Challenge 2011/12

Cast:
Clemens Griebaumer
Sandra Viertler
Lea Knauer
Paula Kindler
Larissa Gross

Produktions-Team:

Produktion: Mag. Florian Schieferer
Regie und Buch: Mag. James Lang
Musik: Simon Kräutler
Tanz: Mag. Kathrin Eder
Kostüme: Esther Frommann
Lichtdesign: Beto de Christo
Tontechnik: Andreas Leitner, Tom Neumayr
Grafik: Johannes Neururer
Bühne: Siggi Prilusic
Organisation: Sandra Stern

Clemens Griebaumer, Lea Knauer, Larissa Gross, Paula Kindler und Sandra Viertler haben in den vergangenen Monaten erfahren wie viel intensive Probenarbeit, Musik- und Schauspieltraining erforderlich sind, um ein erstklassiges Bühnenstück zu verwirklichen. „Sich selbst voll einbringen und dennoch das gemeinsame Wirken, den gemeinsamen Erfolg voranzustellen, ist auch ein großer persönlicher Lernprozess, den die Jugendlichen in der langen Probenzeit durchlebt haben. Die künstlerische Weiterentwicklung im musikalischen und darstellerischen Segment nimmt natürlich eine ebenso bedeutende Rolle ein“, zollt Jugendland-Projektleiter und Produzent Florian Schieferer den jugendlichen Nachwuchstalenten Respekt für ihren Einsatz und ihre große Bühnenbegeisterung.

Das Streben von fünf Jugendlichen nach Anerkennung und der Hoffnung auf den großen Bühnenerfolg zieht sich wie ein roter Faden durch das Stück. Spiegeln die jugendlichen Schauspieler gar ihre eigenen Erfahrungen wider? Oder schlüpfen sie doch nur in die Rolle von fünf jungen Menschen die, so wie sie selbst, Bühnenluft schnuppern wollen? Alle Herausforderungen inbegriffen. Überraschende Wendungen nicht ausgeschlossen.

Humorvoll der Auftakt, ein erster schauspielerischer Eindruck und dann ein wahrlich überraschender Einstieg in die Welt des Musicals: Stimmen, so klangvoll und überzeugend, wie das wohl niemand im Publikum von so jungen Darstellern erwartet hätte. Begeisterter Applaus bereits nach der ersten Szene. Ehrliche, spürbare Begeisterung. Und auf dieser Welle getragen führten Lea Knauer, Larissa Gross, Paula Kindler, Sandra Viertler und Clemens Griebaumer  durch die große Welt des Musicals. Interpretationen von „I will follow him“, „Grease“, „Big Spender“, „We will rock you“, „Beauty and the Beast“, „Rent“  und Pop-Hits wie „Total Eclipse oft he Heart“ standen ebenso am Programm wie ein Ausflug in die 60er mit den „Four Seasons“.

Mit jedem Song, mit jeder Szene schafften es die jugendlichen Musical-Darsteller ihr Publikum mitzunehmen. Bewegung kommt in den Raum, alles swingt mit zu bekannten und beliebten Musicalsongs, dargeboten mit schwungvollen Tanzszenen und humorvollen Überleitungen.

„Standing ovations“, lange nicht enden wollender Applaus und ein Musical-Abend von dem alle Premierengäste noch lange reden werden. Die „Mega Musical Night“ im Jugendland-Funtasy hatte nicht zu viel versprochen. Die Erwartungen des Publikums wurden bei weitem übertroffen und machen Lust auf mehr ….

Die Vorgeschichte: Casting bei der Jugendland-Musical-Challenge erfolgreich absolviert. Etwa 50 Proben unter der musikalischen Leitung von Simon Kräutler, der schauspielerischen Anleitung von Regisseur James Lang und mit Tanztrainerin Kathrin Eder standen am Programm.

Dann die Premiere und bereits viele Vorschusslorbeeren von Musical-Profi Simon Kräutler kurz vor Beginn der Vorstellung: „Die Nervosität ist bei allen ist natürlich sehr groß, aber sie alle können schon jetzt stolz sein auf das, was sie erreicht haben. Die fünf Jugendlichen haben sehr schnell ein gut funktionierendes Team gebildet und sehr intensiv an der Entwicklung des Musicals mitgearbeitet. Bis zur Bühnenreife des Stücks war viel Disziplin gefordert und die haben alle, für sie ganz selbstverständlich, mit eingebracht.“

Das Anliegen der vom Jugendland engagierten Profis als Betreuer von Kunst- und Kulturprojekten ist die Förderung von Talenten, ihnen die Chance zu geben, mehr und möglichst viel aus sich herauszuholen. „Das ist das Schöne an der Arbeit mit den Jugendlichen“, bestätigt Simon Kräutler und kann sich vorstellen, dass das Publikum bei den zahlreichen Vorstellungen der „Mega Musical Night“ bereits Bekanntschaft mit Bühnentalenten macht, von denen man auch in Zukunft noch viel sehen und hoffentlich auch hören wird.

Die „Mega Musical Night“ – ein Augen- und Ohrenschmaus, gekonnt serviert von jugendlichen Nachwuchstalenten aus der Riege der Jugendland-KünstlerJugend.

Fotos und weitere Infos zur Produktion:

https://www.facebook.com/Diemegamusicalnigh

„EGO“

Musical-Challenge 2011/12

Cast:

Elissabeth Sandler – Simone
Jenny Steichen – Jenny
Nathanaele Koll – Max Kaiser
Lisa Pfleiderer – Galileo
Janine Prantl – Warries
Theresa Schapfl – Doc
Maria Vogl-Fernheim – DG

Produktions-Team:

Produktion: Mag. Florian Schieferer
Regie: Mag. James Lang
Musik: Simon Krätuler
Tanz: Kathrin Eder
Kostüme: Esther Frommann
Technik: Artur Brunner
Organisation: Claudia Gruber
Organisationsassistenz: Sandra Stern
Grafik: Johannes Neururer

Sieben junge Talente wurden im Herbst beim Casting für die neue Musicalproduktion der Jugendland-KünstlerJugend ausgewählt. Sieben von 50 Bewerbern bekamen die Chance, Teil eines herausfordernden Bühnenwerks zu werden. In der Jury die Tiroler Künstler James Lang, Simon Kräutler und Kathrin Eder sowie Projektleiter Florian Schieferer.

Geschrieben wurde das Stück „Ego“ von James Lang „unter Mitsprache der jugendlichen Darsteller“. Lang: „Das Stück handelt von Egoismus und Manipulation. Es behandelt ethische Fragen des Zusammenlebens und fordert eine Auseinandersetzung zwischen dem ‚was ich will‘ und dem ‚was die Gesellschaft fordert‘.“ „Ego“ soll und wird zum Nachdenken anregen, darin stimmen die Darsteller mit ihrem künstlerischen Gesamtleiter überein.

Den Musical-Kids attestiert James Lang „schauspielerische, gesangliche und tänzerische Kompetenzen“ und verspricht „Qualität, die einer professionellen Produktion gleichkommt und viel mehr ist, als Schülertheater“.

Für Simon Kräutler, musikalische Leitung, ist das Interessante an der Arbeit mit den Jugendlichen darin begründet, dass „viele Melodien und Texte von den Jugendlichen selbst kamen. Es sind rockige, bluesige Rhythmen entstanden, keine typischen Musicalmelodien“, so Kräutler und weiter „es geht um Emotionen und die müssen raus.“

„Es ist auch kein typischer Musical-Tanz, denn es gibt viele Szenen, in denen man als Darsteller ganz aus sich herausgehen muss“, beschreibt Kathrin Eder, verantwortlich für Tanz und Choreografie, die große tänzerische Herausforderung, die an die Jugendlichen gestellt wird.

Viel Disziplin, harte Arbeit, große Bereitschaft zur Vorbereitung auf die Proben, Organisationswille zur Vereinbarkeit von Schule, Freizeit und Bühnenarbeit und vieles mehr wurde den sieben Jugendlichen abgefordert.

Nur wenige Tage vor der Premiere und Uraufführung am 28. April 2011 sind sich die Nachwuchstalente einig: „Es macht Spaß, wenn man etwas selbst erarbeiten kann. Es gehört auch Mut dazu sich auf die Bühne zu stellen, aber wir sind durch die intensive Beschäftigung mit dem Stück auch selbstbewusster, bestimmter geworden.“

Obwohl sie alle in irgendeiner Form auch in Zukunft Bühnenluft schnuppern wollen, „diese Produktion hat uns auch bewusst gemacht, wie hart man dafür arbeiten muss.“

EGO wurde als eine von 7 österreichischen Produktionen vom Wiener Burgtheater für den TheaterOskar nominiert.

Weitere Fotos und Infos zur Produktion:

https://www.facebook.com/musical.ego

„MAGIC AFTERNOON“

TheaterChallenge 2010/11

Cast:

Alina Haushammer – Birgit
Max Kindler – Charly
Elisabeth Kerschbaumer – Monika
Jakob Kraft – Joe

Produktions-Team:

Produktion: Mag. Florian Schieferer
Regie: Markus Plattner
Sound: Mike Moll
Technik: Artur Brunner
Kostüme: Esther Frommann

„Magic Afternoon, das erste Antiachtundsechzigerstück“, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung seinerzeit schrieb, handelt von vier Jugendlichen, zwei Frauen und zwei Männern, die an einem real-surrealen Nachmittag die Grenzen ihre Alltagsexistenz aus Alkohol, Drogen, Gewalttätigkeit und Langeweile schockartig durchbrechen. Mit der Akribie eines Pathologen legt der Dichter Langweile und Leere als bestimmende Elemente des zivilisierten Zusammenlebens offen. Das ist auch heute noch erstaunlich aktuell. Die szenische Mischung aus Banalität, Klamauk, Brutalität und Sadismus betrifft durchaus auch die heutige wohlstandsverwahrloste Gesellschaft. Orientierungslosigkeit, Desinteresse an öffentlichen und politischen Belangen und Selbstfixierung sind wahrscheinlich heute noch stärker geworden als zur Entstehungszeit des Stückes.

Schauspieler, die an ihre Grenzen gehen, eine Inszenierung, die das Publikum zwingt, hinzusehen, emotional geschockte (junge) Theaterbesucher, begeisterte Theaterfreaks, überraschte und nachhaltig gefesselte Menschen – die aktuelle „Magic Afternoon“-Inszenierung der Jugendland-KünstlerJugend sorgt für Diskussionsstoff.

Rückblende. Im Herbst 2010 lädt das Innsbrucker Freizeit- und Kulturprojekt Jugendland-KünstlerJugend zu einem Theatercasting ein. Jugendliche ab 13 bewerben sich. Knapp 50 stellen sich einer Jury, darunter der Tiroler Regisseur Markus Plattner. Gesucht werden vier Jugendliche für Wolfi Bauers Magic Afternoon. Aus 50 begeisterten jungen Theaterfanatikern werden vier ausgewählt, die innerhalb einer knapp viermonatigen Probenphase den anti-achtundsechziger-Kracher auf die Bühne bringen. Am 5.2. ist es so weit. Die Jugendland-Fassung unter der Regie von Markus Plattner feiert Premiere und überrascht.

Eine Bühne steht mitten im Raum, darauf ein paar alte Matratzen, zwei Flaschen Gin, zwei Pärchen auf der Bühne. Das Publikum schaut den beiden auf die Finger, und sich selbst ins Gesicht, umzingelt das Geschehen, ein Boxring, könnte man meinen. Ein mulmiges Gefühl macht sich breit.

Das Geschehen nimmt seinen Lauf. Wenige Worte, viel Alkohol, zwei Pärchen, von auswegloser Freiheit erdrückt, Langeweile, ein Nasenbeinbruch, Pink Floyd aus den Lautsprechern, im ganzen Raum liegen die Papierfetzen von Theaterskripten, Aggression, noch mehr Alkohol, dazu Drogen, eine Vergewaltigung und ein Toter. Black, aus. Totenstille im Publikum.

Noch ein Schritt zurück. 1968 meint Bauer kurz vor der Premiere am damaligen Landestheater Hannover zu seinem (von 40 Verlagen abgelehnten) Erfolgsstück: „Es geht um nichts, und deshalb gleichzeitig um alles.“ 40 Jahre später greift der Tiroler Regisseur Markus Plattner eben dieses „Nichts“ auf und bearbeitet es mit Tiroler Jugendlichen im Rahmen der Jugendland-KünstlerJugend. Mutig. Kompromisslos. Aufwühlend. Schockierend.

„Magic Afternoon“ wurde von den „Tiroler Volksschauspielen“ als Gastproduktion eingeladen und im Rahmen des anerkannten Festivals mehrmals in  Telfs gespielt.

„EHRENSACHE“

TheaterChallenge 2009/10

Cast:

Jasmin Sigl – Elena
Maximilian Kindler – Cem
Alina Haushammer – Ulli
Lukas Gander- Sinan
Christine Klemera – Psychologin

Produktions-Team:

Produktion: Mag. Florian Schieferer
Regie: Markus Plattner
Technik: Artur Brunner
Kostüme: Esther Frommann
Sounds: Mike Moll

Ehrensache – ein Stück von Lutz Hübner

Ein Mord ist passiert. Dabei hatte der Tag eigentlich so gut angefangen: Zwei Jungs, 19 und 17 Jahre alt, lernen zwei Mädchen kennen, 15 und 16 Jahre alt. Es ist Wochenende und man verabredet einen kleinen Ausflug. Sie wollen sich einen schönen Tag machen, shoppen gehen, abends in die Disco und dann mal sehen, was läuft. Und es läuft gut: Cem ist 19, er hat ein Auto und ein bisschen Geld, um die Mädchen auszuführen. Er weiß wie man Mädchen anspricht, ein schnelles Date bekommt. Er trifft sich mit Mädchen, allerdings heiraten würde er sie nicht. Mädchen, die man vor der Ehe bekommt und mit denen man Spaß hat sind Schlampen. So eine heiratet man nicht.

Sinan sieht die Dinge ähnlich und steht gewissermaßen unter Cems Einfluss. Er bewundert ihn, denn Cem weiß worum es im Leben geht: schnelle Autos, Frauen, Geld, einen Job, ein gepflegtes äußeres Aussehen und Ehre.

Die beiden Mädchen, Elena und Ulli kommen mit auf einen Ausflug mit den beiden Jungs. Einmal raus aus dem täglichen Trott, was erleben. Und auch die Mädchen sind froh über die Abwechslung, die beiden Jungen sind sympathisch, es könnte ein perfekter Tag werden.

Elena, selbstbewusst, frech, provokant, nimmt sich was sie will. Sie hat wenig Respekt vor Autoritätspersonen, sie stellt sich sozialen Konventionen entgegen. Und sie hat einen Ruf – das Mädchen, das mit jedem schon was hatte. Und sie spielt ein gefährliches Spiel damit. Sie weiß um ihre Vorzüge Bescheid und wie man Jungs um den Finger wickelt. Andererseits steht sie im inneren Konflikt mit sich selbst und ihrem Ruf und hasst es, was man über sie sagt und was Jungs von ihr denken.

Ulli ist die zurückgezogene, ruhige. Sie ist die, die mitmacht und von Elena beeindruckt ist. Was ihr zu schaffen macht sind die Erinnerungen an den Tag und was sie hätte anders machen können, müssen. In Monologen erzählt sie von ihren Gefühlen, Ängsten, Zweifeln, ihrer Angst und den Vorwürfen, die sie sich macht.

Am Ende des gemeinsamen Tages liegt eines der Mädchen, die sechzehnjährige Elena, tot auf einem Rastplatz. Ihre ein Jahr jüngere Freundin Ulli überlebt schwerverletzt, nur weil die Täter sie für tot halten. Zwar sind die beiden Täter schnell gefasst, aber was genau an jenem Tag passiert ist, bleibt unklar: Je nach Perspektive gibt es ganz unterschiedliche Versionen oder Vorstellungen davon, was zu einem solchen Exzess von Gewalt geführt hat. Was haben die Jungs von Elena gewollt, das sie ihnen nicht geben wollte? Woher kommt die Brutalität, mit der die beiden Jungen, die als freundlich und angepasst galten, zugestochen haben? Welche Rolle spielen Frauen- und Männerbilder in dieser Geschichte? Verletzte Ehre, ein völlig unterschiedlicher kultureller Hintergrund? Oder ein Drama über Frustration, Demütigung und emotionale Verletzungen, die zusammen einen Sprengsatz zünden, der schon lange in allen Beteiligten scharf war?

Eine Gutachterin versucht im Stück den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Kein leichtes Unterfangen, in dem oftmals Ungeahntes nur schwer an die Oberfläche tritt und langsam klar wird, dass missverstandene Begriffe von Ehre, Freundschaft, Frauen und Liebe fatale Auswirkungen haben können.

„Ehrensache“ wurde als eine von 7 österreichischen Produktionen vom Wiener Burgtheater für den Theater Oskar nominiert.

Weitere Infos und Fotos zur Produktion:

https://www.facebook.com/pages/Ehrensache/259108982395

„DIE HÄSSLICHE ENTE“

Musicalchallenge 2009/10

Cast:

Adriane Böck
Lukas Thurnwalder
Sarah Abolis
Larissa Gross
Lina Nairz
Lara Ritsch
Sarah Mitterer

Produktions-Team:

Produktion: Mag. Florian Schieferer
Buch und Regie: Mag. James Lang
Tanz: Claudia Habringer
Musik und Komposition: Simon Kräutler,
Kostüme: Esther Frommann
Technik: Artur Brunner

Eine Musical Container Casting Show

Supertypen sind sie (noch) keine, alle eint jedoch ein Ziel: sie wollen es unbedingt werden! Randy, Kandy, Wendy, Bambie, Sandy, Brandy und Peter Soulend befinden sich nach schönster Big Brother Manier im trauten Heim eines Casting Containers und versuchen dem Traum vom Celebritydasein Realität zu verleihen.

Was dabei mit ihnen passiert und was der Weg zum Star aus Menschen macht zeigt diese brandneue und spannende Show.

Schneller Erfolg, schnelles Geld, schnelle Anerkennung. Die moderne TV-Welt gaukelt uns tagtäglich die Einfachheit dieser Pseudorealitäten vor. Viele junge Menschen glauben daran. Ein kritisches Hinterfragen von erstrebenswerten Zielen, die vielleicht gar keine sind, war Ausgangspunkt der Musical Container Casting Show.

Was passiert mit mir, wenn ich schlagartig zum Star werde? Was, wenn ich es nicht schaffe? Was passiert mit mir, wenn sich Menschen über mich öffentlich lustig machen? Wer hat die Macht über mich? Eine Plattenfirma, ein Plattenboss, ein Produzent, ich selbst? Und was wird mich die Erfahrung lehren? Oder wird sie tiefe Wunden hinterlassen?

Randy, Kandy, Wendy, Bambie, Sandy, Brandy und Peter Soulend geben eine 50 minütigen Einblick in ihr Seelenleben.

„SHAKESPEARE LEBT?! EIN WELTREKORDVERSUCH!“

TheaterChallenge 2008/2009

Cast:

Juliane Haring
Lukas Gander
Christine Klemera
Maximilian Kindler
Christina Purrer

Produktions-Team:

Produktion: Mag. Florian Schieferer
Regie: Markus Plattner
Kostüme: Esther Frommann
Bühnenbild: Norbert Fritz, Gabriel Cadet
Technik: Didi Panwinkler
Sounds: Mike Moll
Layout: Johannes Neururer

„Shakespeare lebt?! Ein Weltrekordversuch“ – nach einem Stück von Clemens Aufderklamm

Längst ist der gebürtige Tiroler Clemens Aufderklamm eine fixe Größe in Film und Fernsehen. Als Regisseur und Drehbuchautor genießt er einen internationalen, exzellenten Ruf. Das vorliegende Stück entstand im Jahre 1998 und wurde mehrmals öffentlich gespielt (u.a. mit Markus Plattner in diversen Rollen). Clemens Aufderklamm steht für hintergründigen Humor, treffsichere Pointen, für sprachliche Spitzfindigkeiten. Herkömmlichkeit findet bei ihm ebenso wenig Platz wie schwerfällige Sprache. Spaß, der an der Oberfläche leicht zugänglich ist, wirkt noch lange nach und verleitet zum Nachdenken und Nachstöbern. Shakespeare wird der Staub vom oft unzugänglichen Antlitz gefegt, seine Stoffe werden in verrückte Genres gepackt, mit altmodischen shakespeareschen Vorurteilen wird aufgeräumt. Hier wird kein Zitzfleisch unnötig auf die Probe gestellt. Da werden sämtliche Klassiker derart gekürzt, entrümpelt und kosmetisch gekonnt aufpoliert, dass einem die Spucke weg bleibt. Das alles tut gut und ist weltrekordverdächtig.

5 Jugendliche Schauspieler , 53 verschiedene Rollen, 10 verschiedenen Inszenierungen, 37 Shakespearedramen, 20 Morde, 4 Wiederauferstehungen, 4 K.O. – Schläge, 14.269 Wörter, 56 Schimpfwörter, 12 politisch unkorrekte Pointen, 22 frauenfeindliche Aussprüche, 89 Anmaßungen  –  und das alles in nur 60 Minuten. Weltrekordverdächtig!

Die ganze Welt spielt Shakespeare. Alle Welt liebt Shakespeare. Jedes Theater auf der Welt, dem sonst nichts einfällt, spielt Shakespeare. Nur, was begeistert die Menschheit so sehr an ihm? Was ist dran an diesem englischen Glatzkopf?

Eine Gruppe von fünf Schauspielern wollte es genau wissen und hat sich auf die Reise begeben, um sich Shakespeare-Inszenierungen von Sibirien bis Texas, von Spanien bis Japan und Appenzell bis Vent im Ötztal anzusehen. Sie wollten wissen, wie Shakespeare rund um den Erdball verstanden, interpretiert, gelebt und gespielt wird. Was sie dabei erlebten und zu sehen bekamen zeigen sie in weniger als 60 Minuten. Das lässt niemanden kalt.

Erste Station auf ihrer Reise war die Supermacht USA. Dort erlebten sie eine Aufführung von „Richard III“ des „Country Theaters San Angelo Texas“. Shakespeare in Texas? Gibt es das? Wie sieht das aus? Was machen die Cowboys auf der Bühne? Mein „Ölvorkommen für ein Pferd“? Richard spielt „Das Lied vom Tod“? Die spinnen die Amis.

Die Reise ging weiter und führte die wackeren Gesellen nach Russland. Dort wurden sie Zeugen einer Aufführung von „Richard III“ der „Freilichtspiele Nischnewartrovsk, Sibirien“. Es ist plötzlich eisig kalt. Zwei russische Mörder haben einen Auftrag, den sie erfüllen müssen. Shakespeare in Russland? Das alles bei minus 60 Grad? Ach du heiliger Gorbatschow!

Von Russland ging’s nach Spanien. In wärmeren, viel wärmeren Gefilden sahen sie „Romeo e Julio“ in einer zeitgenössischen Aufführung des spanischen „Theatros homosessualos Sevillia“. Romeo e Julio? Kann das sein? Darf das sein? Geht das zu weit? Darf die Liebe sein? Muss man sich dafür outen? Fragen über Fragen, die in einer wahrlich warmen Szene eindeutig beantwortet und schonungslos ausgereizt werden.

Die Schauspieler zogen weiter und schauten „Othello“ über die Schultern. Aber nicht in Venedig. Nein sie befanden sich plötzlich mitten in einem Bierzelt und lauschten einem „Othello-Volksmusikbattle“, der neue Maßstäbe setzt. „Viel Lärm um nichts?“ Wer weiß das so genau. Die „Othello-Madln“, die Gewinner des antifaschistischen Schlagerawards 1999 Nairobi-Kenia, liefern eine Antwort, die sich gewaschen hat.

Die Reise führte die fünf Schauspieler weiter und sie wurden Zeugen einer „dadaistischen Aufführung der Shakespeare-Company Appenzell“. „Hamlet, das Weichei aus Dänemark“ stand am Programm. Dort erlebten sie, so viel darf man schon verraten, nichts was sie jemals zuvor gesehen hatten.

Man muss aber nicht unbedingt immer in die weite Ferne reisen, um Shakespeare zu sehen. Nein auch in Innsbruck haben die fünf Schauspieler eine Gruppe Jugendlicher gefunden, die sich der shakespeareschen Sprache bedient, gekonnt, ohne Schnörkel – im O-Dorf, nähe Schützenstraße.

Eine Aufführung der ganz besonderen Art wollten sich die Schauspieler auf keinen Fall entgehen lassen: „King Lear“, kurz und kürzer. Der elendslange Shakespeare-Kracher wir in einer Kurzfassung präsentiert, die das Pensionistendrama auf das Wesentliche reduziert. Und nicht nur das – hier wird von vorne nach hinten und dann wieder rückwärts gespielt. Schon beinahe rekordverdächtig.

Und zum guten Schluss gibt es dann schließlich den absoluten Weltrekordversuch. In Vent im Ötztal haben sie diesen erspäht und vier ötztaler Bauern beim scheinbar Unmachbaren beobachtet: 37 Shakespearedramen, 37 Shakespearezitate in exakt 37 Shakespearesekunden. Ob sie diesen Weltrekord schaffen?

Ja, sie haben es geschafft und ein Publikum restlos begeistert.

Es folgten Gastspiele im Lendbräu Kellertheater Schwaz.